Erklärer

Krankenzusatzversicherung für Selbstständige ohne Gesundheitsfragen

Selbstständige tragen ihr Krankheitsrisiko allein – ohne Lohnfortzahlung und oft ohne Arbeitgeberbeitrag. Wir erklären, welche Krankenzusatzversicherung für Selbstständige ohne Gesundheitsfragen sinnvoll ist.

19. Mai 2026 · 5 Min. Lesezeit · Rillig & Kollegen, Dudenhofen

Das Wichtigste in Kürze

Wer selbstständig oder freiberuflich tätig ist, trägt gesundheitliche Risiken auf eine Weise, die Angestellte nicht kennen: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung, und ein Krankenhausaufenthalt kann direkt die Existenz gefährden. Eine Krankenzusatzversicherung für Selbstständige ohne Gesundheitsfragen schließt gezielt diese Lücken – ohne dass Vorerkrankungen zum Hindernis werden. Was sinnvoll ist, was es kostet und wie der Abschluss läuft, erklärt Generalagentur Johannes Rillig & Kollegen aus Dudenhofen.


Was ist die besondere Situation Selbstständiger?

Kernproblem: Angestellte bekommen im Krankheitsfall sechs Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, danach Krankengeld von der GKV. Selbstständige haben weder das eine noch das andere – es sei denn, sie haben es aktiv abgesichert.

Konkret bedeutet das:

Dazu kommt die höhere Eigenverantwortung bei der Versicherungsgestaltung: Selbstständige müssen ihren Schutz aktiv aufbauen, während Angestellte viele Absicherungen automatisch über den Arbeitgeber erhalten.


GKV oder PKV – welche Basis haben Selbstständige?

Selbstständige können zwischen gesetzlicher Krankenkasse (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) wählen – im Gegensatz zu den meisten Angestellten, die ab einer bestimmten Einkommensgrenze erst wechseln dürfen.

Für GKV-versicherte Selbstständige ist die Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen ein gezielter Weg, Leistungslücken zu schließen, ohne in die PKV wechseln zu müssen.


Welche Zusatzversicherungen sind für Selbstständige besonders relevant?

Krankentagegeld – die wichtigste Absicherung

Das Krankentagegeld ist für Selbstständige die kritischste Absicherung. Es zahlt pro Krankenhaustag – oder bei bestimmten Tarifen ab einem bestimmten Tag der Arbeitsunfähigkeit – eine vertraglich festgelegte Tagespauschale.

Tarife ohne Gesundheitsfragen für Krankenhaustagegeld sind verbreitet. Sie zahlen ab dem ersten vollständigen Krankenhaustag eine Pauschale, unabhängig von der Ursache des Aufenthalts.

Stationäre Zusatzversicherung – Komfort und Chefarzt

Wer im Krankenhaus liegt, will sich auf die Behandlung konzentrieren – nicht auf Bettenknappheit im Mehrbettzimmer. Eine stationäre Zusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen sichert Einbettzimmer oder Zweibettzimmer sowie Chefarztbehandlung ab.

Für Selbstständige ist das auch praktisch: Bessere Versorgung und ruhigere Umgebung können die Genesung beschleunigen – und damit den Einkommensverlust verkürzen.

Zahnzusatz – planbarer Schutz

Zahnzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen sind weit verbreitet und erschwinglich. Gerade Selbstständige, die ungern unvorhergesehene größere Ausgaben haben, profitieren von einem planbaren Zuschuss zu Zahnersatz und Implantaten.


Was kostet das für Selbstständige?

Da keine Gesundheitsfragen gestellt werden, richtet sich der Beitrag nach Alter und Leistungsumfang. Grobe Orientierungswerte:

Leistungsbereich Monatlicher Beitrag (ab)
Krankenhaustagegeld (50 Euro/Tag) ca. 10–20 Euro
Krankenhaustagegeld (100 Euro/Tag) ca. 20–35 Euro
Stationäre Zusatzversicherung (Einbettzimmer, Chefarzt) ca. 20–50 Euro
Zahnzusatz ca. 10–30 Euro
Kombination Stationär + Zahn ca. 35–70 Euro

Wichtig für Selbstständige: Diese Beiträge können als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden, sofern die Versicherung betrieblich veranlasst ist. Steuerliche Details sollten mit dem Steuerberater abgestimmt werden – Rillig & Kollegen berät zum Versicherungsschutz, nicht zur Steueroptimierung.


Was sollte man beim Abschluss beachten?

Tagegeld-Höhe richtig kalkulieren: Das Krankenhaustagegeld sollte die tatsächlichen Fixkosten decken – nicht nur den Nettogewinn. Büromiete, Fahrzeugkosten, Sozialabgaben und eventuelle Mitarbeiterkosten laufen auch im Krankheitsfall weiter.

Wartezeit beachten: Tarife ohne Gesundheitsfragen haben meist eine Wartezeit von drei Monaten. Wer absehbar in naher Zukunft einen Eingriff oder Aufenthalt plant, sollte so früh wie möglich abschließen.

Höchsteintrittsalter prüfen: Nicht alle Tarife sind bis ins hohe Alter zugänglich. Wer mit 60 oder 65 Jahren noch abschließen möchte, hat eine engere Auswahl als mit 40.

Kombination mit GKV-Krankentagegeld klären: Manche Selbstständige sichern sich über einen optionalen GKV-Tarif bereits Krankengeld ab. In diesem Fall ist ein zusätzliches Krankenhaustagegeld trotzdem sinnvoll – es ergänzt das GKV-Krankengeld und deckt Kosten, die das Krankengeld nicht ausgleicht.


Wie läuft der Abschluss ab?

  1. Kontakt aufnehmen: Füllen Sie unser kurzes Kontaktformular auf der Startseite aus oder schreiben Sie uns per WhatsApp – das dauert keine zwei Minuten.
  2. Bedarfsanalyse: Wir besprechen Ihre Situation als Selbstständiger: Wie hoch sind Ihre monatlichen Fixkosten? Haben Sie bereits Absicherungen über die GKV? Welche Leistungen sind Ihnen am wichtigsten?
  3. Tarifauswahl: Wir zeigen Ihnen konkrete Tarife ohne Gesundheitsfragen mit Beiträgen und Leistungsübersichten – verständlich erklärt, ohne Fachjargon.
  4. Abschluss: Da kein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden muss, ist der Antrag in wenigen Minuten erledigt. Nach Policierung und Ablauf der Wartezeit sind Sie versichert.

Keine Kosten: Die Beratung durch Generalagentur Rillig & Kollegen ist für Sie vollständig kostenlos und unverbindlich.


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Dieser Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert. Letzte Überprüfung: Mai 2026. Autor: Generalagentur Johannes Rillig & Kollegen, Landauer Str. 14, 67373 Dudenhofen

Häufige Fragen

Welche Krankenzusatzversicherung ist für Selbstständige ohne Gesundheitsfragen geeignet?

GKV-versicherte Selbstständige können dieselben Zusatztarife nutzen wie Angestellte – also Zahnzusatz, stationäre Zusatzversicherung oder Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung. Besonders wichtig ist für Selbstständige das Krankentagegeld, da keine gesetzliche Lohnfortzahlung existiert. Welcher Tarif passt, hängt von Einkommenshöhe, Eintrittsalter und Versicherungsstatus ab.

Lohnt sich für Selbstständige der Wechsel in die PKV statt einer Zusatzversicherung?

Das hängt von Alter, Gesundheitszustand und Einkommenssituation ab. Die PKV bietet umfangreichere Leistungen, ist aber bei Vorerkrankungen teuer oder nicht zugänglich. Eine Kombination aus GKV und gezielten Zusatztarifen ohne Gesundheitsfragen ist oft günstiger und flexibler – besonders bei schwankendem Einkommen.

Wie hoch sollte das Krankentagegeld für Selbstständige sein?

Als Faustregel gilt: Das Krankentagegeld sollte den täglichen Nettoverdienst abdecken – also Fixkosten wie Miete, Leasing und laufende Betriebsausgaben einschließen. Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro im Monat entspricht das etwa 100 Euro pro Krankenhaustag. Generalagentur Rillig & Kollegen berechnet mit Ihnen den konkreten Bedarf kostenlos.

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