Das Wichtigste in Kürze
- →Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Pflegefall nur einen Teil der tatsächlichen Kosten – die Versorgungslücke liegt oft bei 1.500 bis 2.500 Euro monatlich
- →Pflegezusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen nehmen Versicherte mit Vorerkrankungen auf – ohne Risikoprüfung
- →Die wichtigsten Formen: Pflegetagegeld, Pflegekostenversicherung, Pflegerente
- →Beiträge steigen stark mit dem Eintrittsalter – frühzeitiger Abschluss sichert günstige Konditionen
Im Pflegefall wird es teuer – und die gesetzliche Pflegeversicherung deckt die anfallenden Kosten nur zu einem Teil. Die Versorgungslücke kann mehrere Tausend Euro im Monat betragen. Wer privat vorsorgen möchte, stößt bei klassischen Pflegezusatzversicherungen häufig auf das gleiche Problem wie bei anderen Zusatzversicherungen: Vorerkrankungen führen zu Ablehnung oder Risikozuschlägen. Tarife ohne Gesundheitsfragen lösen dieses Problem – wer früh abschließt, sichert sich günstige Beiträge und vollständigen Schutz. Was dabei zu beachten ist, erklärt Generalagentur Johannes Rillig & Kollegen aus Dudenhofen.
Warum die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreicht
Die gesetzliche Pflegeversicherung (SPV) wurde als Teilkaskoversicherung konzipiert – sie übernimmt einen festen Sockelbetrag, nicht die gesamten Kosten. Je nach Pflegegrad werden folgende monatliche Pauschalbeträge für vollstationäre Pflege geleistet:
| Pflegegrad | Leistungsbetrag (stationär, 2026) |
|---|---|
| Pflegegrad 2 | 770 Euro |
| Pflegegrad 3 | 1.262 Euro |
| Pflegegrad 4 | 1.775 Euro |
| Pflegegrad 5 | 2.005 Euro |
Die durchschnittlichen Gesamtkosten in einem Pflegeheim liegen in Deutschland bei rund 3.500 bis 4.500 Euro monatlich – Pflege, Unterkunft und Verpflegung zusammen. Die Differenz, der sogenannte Eigenanteil, muss privat getragen werden – typisch 1.500 bis 2.500 Euro monatlich, je nach Region und Einrichtung.
Wer diesen Eigenanteil nicht aus Ersparnissen oder Rente decken kann, ist auf Sozialhilfe angewiesen oder belastet Angehörige finanziell. Eine Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke.
Was ist eine Pflegezusatzversicherung?
Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung durch private Leistungen im Pflegefall. Es gibt drei Grundformen:
Pflegetagegeld
Zahlt eine feste Tagespauschale ab einem vereinbarten Pflegegrad – typischerweise ab Pflegegrad 2 oder 3. Die Auszahlung erfolgt unabhängig davon, welche konkreten Kosten entstehen. Das Geld kann frei eingesetzt werden: für Heimkosten, für häusliche Pflege durch Angehörige oder als Einkommensersatz.
Beispiel: 50 Euro Pflegetagegeld × 30 Tage = 1.500 Euro monatlich zusätzlich zur gesetzlichen Leistung.
Pflegekostenversicherung
Erstattet konkrete, nachgewiesene Pflegekosten bis zu einem vereinbarten Höchstbetrag. Sinnvoll für stationäre Pflege, bei der die tatsächlichen Kosten klar bezifferbar sind. Weniger flexibel als das Pflegetagegeld, dafür zielgenauer bei hohen Pflegeheimkosten.
Pflegerente
Zahlt eine monatliche Rente ab einem bestimmten Pflegegrad – ähnlich dem Pflegetagegeld, aber als Rentenmodell ausgestaltet. Oft kapitalgedeckt, was sie langfristig kalkulierbarer macht, aber auch teurer in den Beiträgen.
Warum Vorerkrankungen zum Problem werden – und wie Tarife ohne Gesundheitsfragen helfen
Bei klassischen Pflegezusatzversicherungen mit Gesundheitsfragen werden Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenprobleme oder psychische Erkrankungen individuell bewertet. Die Folge: Ablehnung, dauerhafter Risikozuschlag oder Leistungsausschluss für bestimmte Erkrankungen.
Tarife ohne Gesundheitsfragen fragen nicht nach dem Gesundheitszustand. Jeder wird aufgenommen – unabhängig von Vorerkrankungen. Stattdessen gilt eine pauschale Vorerkrankungsklausel:
- Leistungen für bekannte Beschwerden und ihre direkten Folgen werden für einen definierten Zeitraum ausgeschlossen – typisch 12 bis 24 Monate.
- Nach Ablauf dieser Frist besteht vollständiger Versicherungsschutz – auch für pflegerelevante Ereignisse aus bekannten Vorerkrankungen.
- Nicht bekannte oder nicht in Zusammenhang stehende Ursachen sind von Beginn an versichert.
Was leisten Pflegezusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen?
| Leistungsart | Ohne Gesundheitsfragen möglich? |
|---|---|
| Pflegetagegeld ab Pflegegrad 2 | ✅ Ja |
| Pflegetagegeld ab Pflegegrad 3 | ✅ Ja |
| Pflegekostenversicherung | ✅ Ja |
| Häusliche Pflege durch Angehörige | ✅ Ja (über Pflegetagegeld) |
| Stationäre Pflege im Heim | ✅ Ja |
| Pflege im Ausland | Je nach Tarif |
Die Höhe des Pflegetagegelds und die genauen Bedingungen variieren je nach Anbieter und Tarif. Generalagentur Rillig & Kollegen zeigt Ihnen, welche Leistungshöhe für Ihre individuelle Versorgungslücke sinnvoll ist.
Was kostet eine Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen?
Beiträge für eine Pflegezusatzversicherung hängen vor allem vom Eintrittsalter und der gewünschten Leistungshöhe ab. Da Tarife ohne Gesundheitsfragen keine individuellen Risikozuschläge erheben, zahlen alle Versicherten im gleichen Alter denselben Beitrag.
Richtwerte für ein Pflegetagegeld von 50 Euro ab Pflegegrad 3:
| Eintrittsalter | Monatlicher Beitrag (ca.) |
|---|---|
| 30–39 Jahre | 15–25 Euro |
| 40–49 Jahre | 25–40 Euro |
| 50–59 Jahre | 40–65 Euro |
| 60–65 Jahre | 65–100 Euro |
Diese Richtwerte gelten für reine Pflegetagegeld-Tarife. Generalagentur Rillig & Kollegen erstellt ein konkretes Angebot – kostenlos und unverbindlich.
Wann sollte man abschließen?
So früh wie möglich. Der Beitragsunterschied zwischen einem Abschluss mit 40 und einem mit 60 Jahren kann bei gleicher Leistungshöhe das Zwei- bis Dreifache betragen. Wer lange wartet, zahlt dauerhaft mehr – und riskiert, dass manche Tarife wegen Höchsteintrittsalters gar nicht mehr zugänglich sind.
Außerdem gilt: Je früher der Abschluss, desto früher ist die Vorerkrankungsklausel abgelaufen. Wer heute mit einer bekannten Erkrankung abschließt, ist nach 12 bis 24 Monaten vollständig geschützt – auch für pflegerelevante Folgen dieser Erkrankung.
Staatliche Förderung: Der Staat fördert bestimmte Pflegezusatzversicherungen mit dem sogenannten Pflege-Bahr (5 Euro monatlicher Zuschuss). Diese Tarife haben gesetzlich vorgeschriebene Bedingungen – sie müssen ohne Gesundheitsprüfung zugänglich sein.
Wie läuft der Abschluss ab?
- Kontakt aufnehmen: Füllen Sie unser kurzes Kontaktformular auf der Startseite aus oder schreiben Sie uns per WhatsApp – das dauert keine zwei Minuten.
- Persönliche Beratung: Wir besprechen, wie hoch Ihre individuelle Versorgungslücke ist und welche Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen dazu passt. Wir erklären die Vorerkrankungsklausel verständlich und ohne Fachjargon.
- Tarifauswahl: Sie erhalten konkrete Angebote mit Beiträgen, Leistungsumfang und Klauselübersicht – transparent und vergleichbar.
- Abschluss: Da kein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden muss, ist der Antrag in wenigen Minuten erledigt. Kein Risikozuschlag, keine Ablehnung wegen Vorerkrankungen.
Keine Kosten: Die Beratung durch Generalagentur Rillig & Kollegen ist für Sie vollständig kostenlos und unverbindlich.
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Dieser Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert. Letzte Überprüfung: 23. Juni 2026. Autor: Generalagentur Johannes Rillig & Kollegen, Landauer Str. 14, 67373 Dudenhofen