Wer Diabetes hat, kennt das Problem: Die gesetzliche Krankenkasse deckt die medizinische Grundversorgung – aber für Komfortleistungen im Krankenhaus, Zahnersatz oder Sehhilfen zahlen Diabetiker oft aus eigener Tasche. Eine Krankenzusatzversicherung mit Diabetes abzuschließen ist im Standardweg schwierig, da viele Versicherer ablehnen. Der Weg über Tarife ohne Gesundheitsfragen macht den Abschluss trotzdem möglich. Rillig & Kollegen aus Dudenhofen erklärt, wie das geht.
Warum lehnen Versicherer bei Diabetes ab?
Hintergrund: Bei einer klassischen Krankenzusatzversicherung stellt der Versicherer vor Abschluss einen detaillierten Gesundheitsfragebogen. Diabetes – ob Typ 1 oder Typ 2 – ist eine chronische Erkrankung, die das Risiko von Folgeerkrankungen erhöht: Nierenprobleme, Herzerkrankungen, Netzhautschäden, Nervenschäden und häufigere Krankenhausaufenthalte sind typische Begleiterscheinungen.
Für den Versicherer bedeutet das ein erhöhtes Leistungsrisiko. Die Reaktionen sind in der Praxis:
- Ablehnung des Antrags – der häufigste Fall bei Typ-1-Diabetes oder schlecht eingestelltem Typ-2-Diabetes
- Risikoaufschlag – höhere Monatsbeiträge als Ausgleich für das erhöhte Risiko
- Leistungsausschluss – Versicherungsschutz wird erteilt, aber bestimmte Erkrankungsfolgen explizit ausgeschlossen
In allen drei Szenarien ist der Versicherungsschutz für Betroffene entweder teuer oder lückenhaft. Die Alternative: Tarife, die gar nicht erst nach dem Gesundheitszustand fragen.
Was ändert sich bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen?
Tarife ohne Gesundheitsfragen verzichten vollständig auf den Fragebogen. Das bedeutet:
- Kein Fragebogen, keine Angaben zu Diabetes, Medikamenten oder Folgeerkrankungen
- Keine Ablehnung aufgrund der Diagnose
- Keine Risikoaufschläge wegen Typ 1 oder Typ 2
- Kein Leistungsausschluss für diabetesbedingte Behandlungen
Der Versicherer kennt Ihren Gesundheitszustand nicht – und darf ihn im Leistungsfall auch nicht nachträglich prüfen, um Zahlungen zu verweigern. Der Schutz gilt pauschal für alle Versicherten, unabhängig von der Vorgeschichte.
Den Risikoausgleich erzielt der Versicherer auf andere Weise: durch eine Wartezeit (meist drei Monate ab Vertragsbeginn) und durch etwas höhere Monatsbeiträge im Vergleich zu Tarifen mit Gesundheitsprüfung.
Welche Leistungen sind mit Diabetes versicherbar?
Folgende Bereiche lassen sich bei den meisten Anbietern ohne Gesundheitsprüfung absichern:
- Krankenhaus-Komfort: Einbettzimmer oder Zweibettzimmer – besonders relevant, da Diabetiker häufiger stationär behandelt werden als der Durchschnitt
- Zahnzusatz: Zuschuss zu Zahnersatz und Implantaten – Diabetes erhöht das Risiko für Zahnfleischerkrankungen
- Sehhilfen: Zuschüsse zu Brillen und Kontaktlinsen – diabetesbedingte Sehverschlechterung ist eine bekannte Langzeitfolge
- Krankentagegeld: Einkommensabsicherung bei längerer Arbeitsunfähigkeit
- Pflegezusatz: Absicherung bei Pflegebedürftigkeit, die bei Diabetikern früher eintreten kann
Was in der Regel nicht abgedeckt wird: Behandlungskosten, die direkt aus dem Diabetes entstehen – also etwa Insulintherapie, Blutzuckermessgeräte oder Diabetesberatung. Diese Leistungen sind Aufgabe der gesetzlichen Krankenkasse, nicht der Zusatzversicherung.
Typ-1-Diabetes oder Typ-2-Diabetes – macht das einen Unterschied?
Bei Tarifen mit Gesundheitsfragen ja, deutlich. Typ-1-Diabetes (angeboren, insulinpflichtig von Beginn an) führt fast immer zur Ablehnung. Typ-2-Diabetes wird je nach Einstellungsqualität und Begleiterkrankungen unterschiedlich bewertet.
Bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen spielt die Unterscheidung keine Rolle. Es wird nicht gefragt – weder nach der Art des Diabetes noch nach dem HbA1c-Wert, der Dauer der Erkrankung oder bestehenden Folgeschäden. Der Abschluss ist für Typ-1- wie Typ-2-Diabetiker gleichermaßen möglich.
Was kostet eine Krankenzusatzversicherung bei Diabetes?
Da keine Gesundheitsfragen gestellt werden, richtet sich der Beitrag ausschließlich nach Alter und gewähltem Leistungsumfang – nicht nach der Diagnose. Grobe Orientierungswerte:
- Zahnzusatz ohne Gesundheitsfragen: ab ca. 10–25 Euro pro Monat
- Stationäre Zusatzversicherung (Einbettzimmer): ab ca. 15–40 Euro pro Monat
- Krankentagegeld: je nach Tagessatz und Eintrittsalter ab ca. 15–50 Euro pro Monat
Wer mit 40 abschließt, zahlt spürbar weniger als jemand, der mit 60 beginnt. Da Diabetes eine Erkrankung ist, die häufig schon im mittleren Alter diagnostiziert wird, lohnt ein frühzeitiger Abschluss besonders – je früher, desto günstiger der dauerhafte Beitrag.
Wie läuft der Abschluss ab?
- Kontakt aufnehmen: Füllen Sie unser kurzes Kontaktformular auf der Startseite aus oder schreiben Sie uns per WhatsApp – das dauert keine zwei Minuten.
- Persönliche Beratung: Wir besprechen Ihren Bedarf: Welche Leistungen sind Ihnen am wichtigsten? Was ist Ihr Budget? Brauchen Sie Zahnschutz, Krankenhaus-Komfort oder Krankentagegeld – oder eine Kombination?
- Tarif auswählen: Wir zeigen Ihnen konkrete Angebote mit Beiträgen und Leistungsübersichten – ohne Fachjargon, verständlich erklärt.
- Abschluss: Da keine Gesundheitsfragen gestellt werden, ist der Antrag in wenigen Minuten erledigt. Nach der Policierung sind Sie versichert.
Keine versteckten Kosten: Die Beratung durch Generalagentur Rillig & Kollegen ist für Sie vollständig kostenlos und unverbindlich.
Dieser Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert. Letzte Überprüfung: April 2026. Autor: Generalagentur Johannes Rillig & Kollegen, Landauer Str. 14, 67373 Dudenhofen